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  • Maren

1000 Spielideen und trotzdem herrscht schlechte Laune und Chaos?

Im Moment kommen von überall her tolle Ideen zum Spielen, Basteln oder Dekorieren. Trotzdem rauben einem die Kinder den letzten Nerv und es gibt kaum eine Auszeit für euch? Was ist da los?



Es ist eine seltsame Zeit für uns alle. Fast täglich werden wir gefordert uns an neue Gegebenheiten anzupassen, zu akzeptieren, dass unser wichtigstes Gut - die Freiheit- sehr stark eingeschränkt ist, soziale Kontakte weitestgehend nur über Internet und Telefon bestehen. All das fordert unsere Kräfte und Nerven heraus.

Auch für unsere Kinder ist die aktuelle Lage eine große Herausforderung. Plötzlich darf man nicht mehr in den Kindergarten und mit Freunden spielen oder den geliebten Spielplatz besuchen. Es braucht ein bisschen Zeit, bis eine gewisse Routine wieder für Entspannung und Zufriedenheit sorgt. Diese entsteht am besten durch einen klar geregelten Tagesablauf mit festen Ritualen. Dadurch entstehen auch Pausen und Ruhemomente für uns Eltern, die für Entspannung sorgen.

Wie gelingt das?

Zu erst einmal sollte ein sehr klar gegliederter Tagesablauf für Halt und Ruhe sorgen. Das beginnt mit einem Tagesrhythmus, der sich täglich wiederholt.


zum Beispiel bei kleinen Kindern :

  • geweckt werden

  • aufstehen

  • ins Bad gehen

  • Toilette und anziehen

  • gemeinsames Frühstück

  • Zähne putzen

  • Spielzeit (Zeit zum Aufräumen / arbeiten im Homeoffice, …)

  • Mittagessen vorkochen & kleine Zwischenmahlzeit

  • anziehen

  • rausgehen

  • Mittagessen

  • Mittagsschlaf

  • anziehen

  • Nachmittagssnack

  • rausgehen & Spielzeit

  • Abendessen zubereiten

  • Abendessen

  • waschen & Zähneputzen

  • Buch lesen

  • Abendritual (z.B. ein Lied)

  • schlafen

Ohne Rhythmus funktioniert es nicht. All unsere Lebensprozesse sind auf Rhythmen ausgerichtet. Die Jahreszeiten, der Blutkreislauf, die Atmung oder sogar die Organtätigkeiten. Auch im Zusammenleben ist eine Rhythmisierung unerlässlich, denn sie gibt Halt und Orientierung. Jede Art von Rhythmus spart Kraft und Nerven. Sobald Kinder eine Klarheit und Nachvollziehbarkeit im Tagesablauf erkennen werden sie ruhiger und können sich auf die jeweilige Situation einlassen.


Mit größeren Kindern kann man den Tagesrhythmus gemeinsam festlegen und schriftlich fixieren. Hierbei bietet es sich an feste Zeiten für Schularbeiten zu integrieren, damit die Kinder im Stoff bleiben und ein Start in der Schule erleichtert wird.

Zu Beginn sind feste Uhrzeiten von Vorteil. Klingt extrem? Ist es auch, aber absolut wirksam!!

Kinder kommen in eine Ruhe, wenn sich der Tag nicht ständig ändert, wenn es feste Ruhe- und Schlafzeiten gibt und sie erkennen können, was sie am Tag erwartet. Das wiederum bringt auch für uns Eltern eine notwendige Pause. Im Prinzip tut ein Kindergarten nichts anderes. Der Kitaalltag würde gar nicht funktionieren, ohne einen geregelten Ablauf und feste Zeiten.


Bei uns hat das Vorkochen des Mittagessens um 9 Uhr für erheblich mehr Ruhe gesorgt. Das ist die Zeit, in der ein kleiner Hunger kommt und Unruhe entsteht. Also habe ich den Kindern Obst und Gemüse aufgeschnitten und koche nebenbei das Essen. Das hat den Vorteil, dass ich nicht schnell noch etwas zu Essen zaubern muss, wenn Hunger und Müdigkeit um die Mittagszeit zusammentreffen.


Viele Kinder verändern ohne den Gang in die Kindertagesstätte ihre Schlafgewohnheiten. Einige schlafen viel länger, andere lassen Mittagsschlaf aus oder finden abends gar nicht in den Schlaf.

Trotzdem sollte man feste Zubettgehzeiten festlegen und diese auch strikt einhalten. Sollte ein Kind nicht in den Schlaf finden, so sollten es wenigstens alleine mit einen Buch o.ä. ruhen. Somit habt auch ihr eine Pause.


Frische Luft und viel Bewegung fördern die Müdigkeit. Das heißt, ein ausgedehnter Waldspaziergang mit Zeit zum Verweilen und Spielen hilft vielen Kindern schneller in den Schlaf zu finden. Gerade, wenn kleinere Geschwister da sind, die auch über den Tag noch Schlafzeiten benötigen, bietet es sich an das mit einen Spaziergang zu verbinden.



Auch für uns Eltern kann ein Besuch im Wald entspannend wirken. Verstärkt wird das Ganze indem man sein Handy zu Hause lässt oder stumm schaltet, denn ein paar Stunden ohne Panikmeldungen hilft uns wieder Kraft zu tanken und vielleicht auch neue Ideen für die Steigerung der eigenen Lebensqualität zu finden.

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