• Maren

Ein bewegliches Bild gestalten zum St.Martin

Aktualisiert: Nov 9

Eine Idee von Bärbel Bitterlich


Es sind nur noch wenige Tage bis zum Sankt Martinsfest. Viele Kinder haben ihre Laternen gestaltet und warten nun ungeduldig bis zum großen Lampionumzug. Die Geschichte rund um den Heiligen Martin beschäftigt unsere Kinder und sie stellen viele Fragen.



Wir haben uns in den letzten Tagen einen kleinen Tisch im Kinderzimmer mit Büchern, Bildern, einem weißen Pferd und einem kleinen Mantel zusammengestellt, auf dem das Wirken des Sankt Martin erlebbar wird.

Sankt Martin hat uns gelehrt, dass wir mit offenen Augen durch die Welt gehen sollten und erkennen können, wo andere unsere Hilfe brauchen. Das Gefühl jemandem etwas Gutes zu tun ist auch für Kinder ein besonderer Akt.



Ab drei Jahren beginnt das Kind zu einem Ich heranzuwachsen und grenzt sich von anderen Menschen ab. Damit beginnt auch ein langsam wachwerdender Prozess, bei dem das Kind wahrnimmt, dass Menschen um einen herum andere Vorlieben und Bedürfnisse haben als man selbst. Gerade bei Geschwisterkindern ist das sehr früh zu erkennen. Gibt man ihnen eine besondere Süßigkeit, fordern sie nicht selten auch etwas für ihr Geschwisterkind. Sie achten darauf, dass jeder etwas bekommt. Genau das ist auch beim Martinsfest ein besonderer Moment. Hier kann man mit Kindern das Teilen oder jemandem Helfen ganz bewusst tun und das damit einhergehende gute Gefühl wahrnehmen. Unsere Kinder lieben die Geschichten über Menschen, die Gutes getan haben und ahmen diese nach. Umso bedeutender ist es auch, ihnen davon zu erzählen und solche Tage bewusst anzugehen.

Die Geschichte lässt sich leicht frei erzählen, mit dem Martinslied hören oder wie es Bärbel Bitterlich mit ihren Schülern umsetzt, als kleines Stabpuppenspiel gestalten.


Das Stabpuppenspiel lässt sich mit Kindern leicht nachbauen und bedarf nur weniger Materialien.


Ihr braucht:

  • Pappkarton

  • Schere/ Messer

  • Kleber

  • Stifte

Als erstes werden die Figuren aufgemalt und ausgeschnitten. Ihr benötigt einen Bettler und Sankt Martin auf seinem Pferd. Die Motive dürfen von den Kindern farbig gestaltet werden. Dabei kann man die Stankt Martinsgeschichte prima erzählen, einen warmen Kinderpunsch trinken und Martinshörnchen naschen.



Danach wird die Pappe vorbereitet. Ein Rechteck zuschneiden und einen Schlitz einfügen, damit das Pferd später darin bewegt werden kann.

Nachdem die Kinder den Martin und den Bettler ausgemalt haben können sie den kleinen Pappstreifen an das Pferd kleben und die Trägerpappe bemalen. Das geht gut mit Wachstiften.

Nun ist die Sache schon fast fertig. Noch den Pappstreifen durch den Schlitz und den Bettler aufkleben. Jetzt kann das Lied vom St. Martin gesungen werden, die Kinder lassen ihren Martin losreiten und seinen Mantel teilen.



Meine Kinder waren sehr fasziniert von ihrem Sankt Martin. Er ist zwar farblich sehr fantasievoll und weniger orginalgetreu geworden, aber die Geschichte konnten sie am Abend frei mit ihren Stabpuppen dem Papa erzählen.

Durch solch ein Stabpuppenspiel können Kinder die Geschichte ganz einfach nacherzählen und behalten sie so besser in Erinnerung. Das schult die Konzentration, Fantasie und lässt den Tag lebendig werden. Vielleicht habt ihr ja Lust auch mit euren Kindern solche Figuren zu basteln und den Tag zu einem besonders einprägsamen Erlebnis werden zu lassen. Wir wünschen euch auf jeden Fall einen wundervollen Martinstag mit vielen Lichtern und liebevollen Gesten um euch herum.

Viel Spaß dabei.

Wer mehr über die künstlerischen Werke von Bärbel Bitterlich erfahren möchte, kann ganz einfach hier einmal nachschauen: www.maerchen-galerie.de.

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