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  • Maren

Ein Piklerdreieck im Garten- Kletterfreude ohne Grenzen

Oh wie lange träume ich schon davon, dass wir ein eigenes Piklerdreieck besitzen.



Als 2017 mein erstes Kind zur Welt kam, begann ich mich durch Zufall mit der Bewegungsentwicklung nach Emmi Pikler zu beschäftigen. Später kamen Seminare und Fortbildungen sowei Krabbelgruppen nach dieser Pädagogik dazu. Immer wieder habe ich bei diversen Internetseiten nach gebrauchten Klettergerüsten geschaut aber bezahlbar waren sie selten. Nachdem dann auch unsere zweite Tochter ins Laufalter kam und begann auf alles was man sich vorstellen konnten hinaufzuklettern, stand mein Entschluss fest: Wir benötigen dieses Dreieck! Recht schnell fand ich eine sehr gut erklärte Bauanleitung im Internet und wir baten den Opa einmal drüber zu schauen, ob es machbar wäre.

In der Zeit der Quarantäne entstand in Opas Keller, das tollste Piklerdreieck aller Zeiten ;-)

Als wir es das erste Mal im Garten aufstellten und meine Kinder vom Mittagsschlaf kamen, gab es kein Halten mehr. Sie kletterten wie die Weltmeister hinauf und rutschten das Brett wieder hinunter. Genial ist, dass sowohl Kinder um die 3- 4 Jahre ihre Herausforderungen dabei finden sowie Kleine im Alter ab 10 Monaten. Gemeinsam entdeckten meine Kinder immer neue Techniken, um drüber, drunter und zwischendruch zu klettern und zu rutschen.


Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler entwickelte dieses Spielgerät, um die motorische Entwicklung zu unterstützen. Ihr war es ein Dorn im Auge, dass viele Kinder immer ungeschickter und unbeweglicher werden und natürliche Bewegungsabläufe durch Mangel an motorischen Übungen zu einem erhöhten Verletzungsrikio führen.

Im Alter von etwa 10 Monaten beginnt der Aufrichteprozess eines Kindes, der durch das Hochziehen an den Sprossen begleitet werden kann. Ab ca. 2 Jahren gelingt es Kindern hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter zu klettern. Meist, ohne das sie dazu Hilfestellungen benötigen.

Dabei werden die Geschicklichkeit, Motorik und das Körpergefühl trainiert Das Dreieck ist prima kompartibel mit vielen anderen Klettergeräten. Man könnte zum Beispiel eine Art Hühnerleiter bauen und anstellen, eine richtige Rutsche befestigen, ein zweites Dreieck daneben stellen und mit Brettern verbinden.

Durch das Anstellen eines Brettes entsteht eine schiefe Ebene. Diese kann errutscht oder erklettert werden.



Mit Tüchern bedeckt kann es zu einer kuscheligen Höhle umfunktioniert werden und sobald der Abend naht, wird es zusammengeklappt im Schuppen verstaut.

Ein Klettergerüst, was auch auf kleinen Raum großen Spielespaß verspricht.


Ich liebe unser Dreieck und genieße die Momente, in denen meine Beiden immer neue Kunststückchen einüben und mit jedem Klettern geschickter werden.

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