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  • Maren

Eine Woche voller Schaftage…

Aktualisiert: Juni 3

Montagmorgen:

Durch ein leises Quietschen und Erzählen meiner kleinen Tochter werde ich aus dem Tiefschlaf geweckt. Sofort purzeln wieder jede Menge Gedanken durch meinen Kopf. Schlagartig wird mir bewusst, dass das Wochenende schon wieder hinter uns liegt und der Alltag auf uns wartet. Einen klitzekleinen Moment überlege ich, die Augen einfach wieder zu schließen und so zu tun, als hätte ich es nicht bemerkt. Da höre ich aus dem Bad meine große Tochter, die mit dem Papa über die Kleiderauswahl für ihren Teddybären verhandelt. Also gut, dann mal los.

Draußen regnet es in Strömen. Endlich, denke ich mir, denn so richtig kann ich mich gar nicht mehr an den letzten Regen erinnern. Schon beim Frühstück wird klar. Unsere erste Amtshandlung wird ein langer Spaziergang in Gummistiefeln durch den Wald, denn um mich herum quietscht und quengelt es und das werde ich kaum bis Mittag durchhalten.

Wie jeden Morgen gehen wir in Richtung Naturschutzgebiet, welches so schön an unserer Straße anschließt und direkt auf einer herrlichen Wiese und dem Wald mündet. Wir mussten heute gar nicht weit gehen, da sahen wir sie schon...überall Schafe.



Direkt am Wegesrand waren die Zäune gespannt, sodass wir sie aus nächster Nähe sehen konnten. Schon hatten wir den Regen vergessen und beobachteten die Schafe. Die Große entdeckte immer neue Dinge und erkor recht bald das einzige braune Schaf aus der Gruppe zu ihrem Liebling. Einige Schafe versuchten an Bäume zu kommen und die Blätter zu zupfen. Dabei mussten sie auf die Hinterläufer. Ein tolles Bild und ein wunderschöner Vormittag, auch wenn wir alle pitschenass waren.

Dienstag:

Die Sonne strahlte und das Erste was meine große Tochter im Kopf hatte, waren ihre Schäfchen. Also sind wir wieder direkt nach dem Frühstück losgezogen. Heute waren sie ein kleines Stück weitergerückt und fraßen dort in aller seelenruhe die Wiese ab. Wir setzten uns auf eine Decke und erzählten über die Tiere.




Es ging eine herrliche Ruhe von ihnen aus. Allerdings war erstaunlich, dass man viele Parallelen zur Kinderwelt finden konnte. Einigen schien etwas langweilig zu sein und so schupsten und rangelten sie, bis das ein oder andere Schaf hinpurzelte. Andere lagen mit geschlossenen Augen da und liesen sich die Sonne auf das Fell scheinen. Diese Ruhe und Zurfriedenheit hat sich so auf die Kinder übertragen, dass der Tag auch im weiteren Verlauf richtig schön wurde.



Mittwoch:

Heute hatten wir uns Obst, Brote und Getränke mitgenommen und vor der Schafherde ein kleines, zweites Frühstück eingenommen.




Gegen halb 9 Uhr wurden die Schafe unruhig. Inzwischen haben wir festgestellt, dass sie herannahende Geräusche viel früher wahrnehmen, als wir. Also wollte meine Große direkt auf den Arm, denn sie vermutete, dass der Traktor kommt. Diesmal war es ein Pickup mit den Schäfern. Sehr nette Leute, die den Schafen an diesem wunderschönen Mittwochmorgen eine Pediküre verpassten. Kurzerhand wurden die Zäune enger gezogen und nach lahmenden Tieren gesehen und diese behandelt. Ein absolut sehenswertes Spektakel. Sie erklärten uns jedes Prozedere und meine Große konnte von meinen Schultern aus, alles aus nächster Nähe begutachten. Das war an den Folgetagen noch lange Thema.

Donnerstag und Freitag

Auch an diesen beiden Tagen haben wir natürlich als allererstes einen Gang zu den Schafen gemacht, auch ein bisschen mit der Hoffnung unsere vielen Fragen, die sich am Vortrag ergeben haben an die Schäfer zu stellen. Aber leider hatten wir kein Glück, sie noch einmal zu treffen.



Trotzdem haben wir uns jeden Tag vor die Schafweide gesetzt und sie beobachtet. Eine wirklich spannende Woche.

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