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  • Maren

Kleine besondere Momente im Alltag finden und wahrnehmen- Enten füttern und Straßenmusik

Ein Nachmittag im Stadtpark wird für uns meistens aufregend. Da wir eher ländlich wohnen, ist ein Ausflug in die Stadt immer etwas Besonderes. Schon alleine die Menschen und das Flair. Alles erinnert uns häufig an die unbeschwerte Zeit an der Universität. Überall hört man Kinderstimmen und auf dem riesigen Spielplatz kommen wir sofort mit anderen Eltern in einen netten Plausch. Besonders sind aber auch die vielen Künstler. Musiker, Sportler, Akteure. Es ist immer eine bunte Mischung zu finden.

An diesem Nachmittag haben wir eigentlich den Ententeich zum Ziel, an dem uns hoffentlich viele gefederte Freunde die harten Brotreste abnehmen. Doch schon auf dem Weg dahin hören wir Klassiker wie "Nothing else matters", "Knockin' on heaven's door" und verschiedne andere Gassenhauer.

Die Kinder sind sehr fasziniert und wir setzten uns auf eine Steinkante, um den Klängen zu lauschen. Das tolle an Straßenmusikern ist ja häufig, dass sie ihr Publikum versuchen einzubinden und zu gewinnen. So hat auch dieser Musikant recht schnell auf ein paar Kinderlieder umgeschwenkt, um die Stimmung auch unter den Jüngsten anzuheizen.

Für Kinder sind diese Begegnungen besonders. Es sind Menschen, die mit ganzem Herzen musizieren und meist sehr authenisch wirken. Kindern lernen, durch das Verweilen bei solchen Akteuren auf das Schöne im Alltag zu achten. Sie lernen aber auch, Menschen die mit ganzer Seele ihre Talente zum Ausdruck bringen, wertzuschätzen und zu erkennen, wie sehr diese Menschen unseren Alltag bereichern, bunt machen und uns Ruheoasen vom alltäglichen Stress bieten.


Weiter ging unser kleiner Ausflug zum Ententeich.



Dort begegneten uns eine Menge an sehr hungrigen Gefieder. Kaum hatten sie unser Brot entdeckt, mussten wir uns schon vor einer großen Anzahl an gierigen Tierchen in Acht nehmen. Immer wieder kamen sie bis zu den Schuhen heran, um vielleicht schneller am Brot zu sein, als wir es wegwerfen konnten.



Dennoch hatten die Mädchen viel Freude beim Füttern. Es ist süß, zu beobachten wie liebevoll sie schauen, dass jedes Tierchen etwas abbekommt.



Ganz nebenbei übt der Papa mit unserer Großen das Werfen. Inzwischen kann sie das schon richtig gut und erreicht die gewünschten Tierchen, für die das Futter bestimmt war.


Auf dem Rückweg begleiteten uns die vielen gewonnenen Eindrücke noch eine ganze Weile und ganz nebenbei kam bei unserer kleinen Tochter das erste Mal das Wörtchen "Ente" und "Nag- Nag".


Solche Ereignisse bleiben unseren Sprösslingen im Kopf und werden bei ähnlichen Ausflügen immer wieder in Erinnerung gerufen. Sie schulen den Blick für die kleinen Besonderheiten, die jeden Tag den Alltag säumen und uns für kurze Momente innehalten lassen.


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