• Maren

Spielideen und Ausflugstipps für 3 bis 4 Jährige

Kinder in diesem Alter haben einen deutlich erhöhten Bewegungsdrang. Man merkt ihnen schnell an, wenn sie zu lange saßen oder sich nur zu Hause aufhielten. Schnell überwiegt hier die Unzufriedenheit und nicht selten endet ein Tag mit dem Zerstören von Gegenständen oder Ärgern der Geschwister. Sie brauchen für ihren inneren Ausgleich die Bewegung. Am besten an der frischen Luft.

Da sie in der Regel nun auch deutlich mobiler geworden sind, lohnt es sich mit ihnen auch längere Strecken zurückzulegen, damit sie sich und ihre Kräfte kennenlernen und neue Gebiete in ihrem Spiel erobern.


Radtour in den Wald oder an den See


Sobald Kinder sicher auf ihren Rädern unterwegs sind und sich an Verkehrsregeln bzw. Regeln der Eltern halten, kann man mit ihnen auch längere Touren unternehmen. Einen kleinen Rucksack gepackt mit Proviant und ein paar Spielutensilien und schon kann die Tour losgehen. Vielleicht gibt es eine nette Stelle in der Natur, die ihr gerne zum Spielen aufsucht. Nun kann das Auto einmal stehen bleiben und die Strecke wird mit dem Rad erfahren. Dabei prägt sich das Bild der näherern Umgebung ganz anders in das Gedächtnis unserer Kinder ein. Erst wenn ein Weg mehrmals erlaufen oder mit dem Fahrrad erfahren wurde, kann sich das Kind diesen Weg einprägen.

Kleinere Pausen sorgen für Entspannung und Freude an der Natur. Dabei können Blumen gepflückt, Getreidearten entdeckt, Blätter gesammelt oder Stöcke für das Spiel gesucht werden.

In der Natur gibt es immer etwas zu entdecken.

Sobald das Ziel erreicht wurde, kann ein ausgiebiges Picknick stattfinden. Dann muss Zeit zum Spielen sein. Das Essen verschwindet in der Tasche und der Blick wird frei für die vielen Möglichkeiten. Meist fordern Kinder das Spiel schon auf dem Weg immer wieder ein, in dem sie sich bei kleinen Pausen schon die ersten Ideen überlegen oder einfach beginnen.


Wanderung auf eine große Wiese zum Toben

Die Weite einer Wiese ist ein wunderbarer Platz, um Spielideen, die Kinder aus sich selbst heraus finden, umzusetzten. Hier können besonders Rollenspiele eine tolle Umsetzung erfahren. Im hohen Gras einzutauchen oder sogar abzutauchen kann eine besondere Erfahrungen sein. Man kann vor den Augen der Eltern verschwinden und sich im Gras kleine Wohnungen bauen oder Familie zu spielen. Aus Pflanzen, Stöcken, Steine und Erde lassen sich kleine Mahlzeiten vorbereiten und ins Spiel integrieren.

Kinder im Alter ab 3 Jahren spielen auch liebend gerne Tiere nach. Dazu bekommt z.B. ein Hund sein Futter oder geht Gassi. All die alltäglich beobachteten Dinge können nun im Spiel verarbeitetet werden.

Wichtig ist, Zeit einzuplanen, damit ein Spiel beginnen kann.


Erlebnispfade im Wald erklimmen

In vielen Wäldern gibt es Erlebnispfade, die auf Tier- und Pflanzenwelt hinweisen. Kinder in diesem Alter haben viele Fragen und einen großen Wissensdurst. Hier macht es Freude einen Wanderpfad zu erlaufen und dabei vieles gemeinsam zu entdecken. Gemeinsam auf Geräusche der Tiere zu hören, zu beobachten oder Pflanzen wieder zu erkennen, kann ein tolles Erlebnis sein. Auch hier lohnt sich eine lange Pause. Kinder beginnen nach und nach beim Laufen zur Ruhe zu kommen und es reicht eine Schnecke, die des Weges kommt umd Kinder zum Spielen aufzufordern. Das lange Laufen lässt Kinder ihre Kräfte spüren, es lässt die Gedanken zur Ruhe kommen, die so häufig von Reizen überflutet ist. Durch diese innere Gelassenheit wird ein Spiel viel schneller möglich.

Solltet ihr kleinere Kinder dabei haben, lohnt sich eine Krax, oder das Laufrad damit das Jüngere Kind vom Laufen ausruhen kann.

Wichtig ist natürlich bei allen Touren auf die physischen Grenzen der Kinder zu achten. Es macht nur Freude, wenn die Kraft zum Laufen noch ausreicht. Strecken können auch nach und nach erweitert werden.


Am Strand wandern und Zeit für Muscheln sammeln und Burgen bauen

Der Strand ist für Kinder der perfekte Ort zum Spielen. Sand im Allgemeinen hat eine ganz besondere Wirkung auf unseren Nachwuchs.

Durch seine Struktur rinnt er durch die Finger, lässt sich mit Wasser zu festen Gebilden formen oder lässt uns nach Herzenslust dem Bedürfnis nach Matschen, Fühlen und Kneten nachgehen. Es bringt Kinder zur Ruhe. Nicht selten beobachte ich meine zuvor streitlustigen Kinder, nun ganz vertieft im Sandkasten spielen. Sand ist eines der wichtigsten Elemente im Spiel der Kinder.


Auch mit Steinen lassen sich herrliche Spiele entwickeln.


Es ist die Faszination, einfach zu experimentieren und die Materialien zu erfassen.


Ausflüge in den Zoo, zum Bauernhof usw.

Der Radius unserer Kinder wächst und nun genießen sie Besuche im Zoo, auf dem Bauernhof und all den Ausflugszielen wo sie Tiere sehen oder Menschen bei ihrer Arbeit beobachten können. Es gilt das Gleiche wie bei den Kleineren. Menschen die produktiv etwas tun, regen die Kinder zum Spiel an. Auch Tiere sind immer wieder eine Faszination für unsere Kinder. Es ist wie ein inneres Bedürfnis so viel Kontakt zu Tieren wie nur möglich zu haben. Bei all diesen Ausflügen gibt es eine Menge zu entdecken, aber am liebsten bleiben unsere Kinder an einer Sache stehen und beobachten zum Beispiel eine lange Zeit wie die Kühe zum Melken gebracht werden. Sie müssen auf einem Bauernhof oder im Zoo gar nicht alle Tiere sehen. Das viele Hin- und Hergetze stresst sie nur. Vielmehr lieben sie es, wenn sie immer wieder an den Ort kommen können und beim nächsten Mal ein kleines bisschen mehr entdecken.


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