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  • Marietheres

Von ganzem Herzen Gutes tun

Das Sankt Martinsfest lädt dazu ein mit Kindern Werte wie füreinander da sein, miteinander zu teilen, Gutes zu tun usw. zu vermitteln. Doch wie macht man es so, dass es auch in den Kindern nachhallt und nicht einfach ein Vortrag von uns Erwachsenen ist?


Bei uns ist das Martinsfest schon seit ein paar Tagen unheimlich präsent. Jeden Abend leuchten unsere kleinen Tischlaternen und wir lesen die Geschichte vom Sankt Martin und dem kleinen Bär. Hier lernt ein kleiner Teddybär zum ersten Mal den Laternenumzug und die Geschichte vom Sankt Martin kennen und nachdem ihm Sankt Martin tief in die Augen geschaut hat, teilt er seine Laterne mit einem kleinen Jungen, der seine verloren hat. Meine Tochter überschlägt sich fast in den Fragen die sie dazu hat. Warum hat ein Bettler keine Kleidung und vor allem keine Wohnung und reicht denn ein Mantel wirklich aus? Kann der kleine Teddy seine Laterne einfach weggeben? Und während die Fragen so weiter wirbeln, kann man ganz deutlich spüren: Kinder bringen von Natur aus unheimlich viel Mitgefühl mit und suchen förmlich nach dem Guten in der Welt, nach Personen und Figuren die Gutes tun. Daran richten sie sich auf.

Unsere Fragerunde endete heute damit, was wir machen, wenn wir den Bettler sehen und spontan packte meine Tochter ein Martinshörnchen für den Bettler ein, und wir machten uns auf den Weg zu unserem Laternenspaziergang. Es lohnt sich also gar nicht erst mit Vorträgen über das Teilen daher zu kommen sondern vielmehr das kindliche Gespür für das Miteinander aufzugreifen, denn dann kommt es von Herzen. Das Wichtige daran ist nur, dass wir es vorleben. Nichts prägt unsere Kinder mehr, als wenn sie bei uns sehen, wie wir mit anderen Menschen umgehen, wie liebevoll wir zu den Dingen des Lebens sind usw. Und auch wenn wir heute keinen Bettler getroffen haben, so haben wir zumindest mit unserer Laterne vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und die Erinnerung an das Sankt Martinsfest belebt.

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